Sonderfall: Nachzug zu subsidiär schutzberechtigten Personen

Mit Inkrafttreten des Familiennachzugsneuregelungsgesetzes am 01.08.2018 wird der Familiennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten eigenständig durch den neu eingeführten § 36a AufenthG geregelt. Hiernach kommt eine Familienzusammenführung nur noch im Wege einer positiven behördlichen Ermessensentscheidung in Betracht. Ein Anspruch auf Familiennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten besteht nun nicht mehr, § 36a Abs. 1 Satz 3 AufenthG. Stattdessen sieht das Gesetz vor, dass ab dem 01.08.2018 monatlich bis zu 1.000 Familienangehörige von subsidiär schutzberechtigten Personen nach Deutschland einreisen können.

In den nachfolgenden Ausführungen soll erläutert werden, unter welchen Voraussetzungen der Familiennachzug zu einer in Deutschland lebenden, subsidiär schutzberechtigten Person in Betracht kommt, wie sich das Verfahren im Einzelnen gestaltet und welche Hinweise sich aus der Neuregelung für die Praxis in der Beratung ergeben.

 

Familiennachzug von Personen, die sich außerhalb Europas befinden - Inhalt:

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