Grundsätze der Zusammenführung

Voraussetzung für die Zusammenführung von Angehörigen im Rahmen der Dublin-III-VO ist zunächst, dass die Verordnung anwendbar ist, vgl. Art. 1, Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO. Hierfür gelten folgende allgemeine Grundsätze:

  • Die Familienangehörigen müssen sich bereits im Gebiet der Mitgliedstaaten der Dublin-III-VO aufhalten, vgl. zur Länderübersicht.
  • Die Person, die die Zusammenführung mit einem anderen Familienmitglied erreichen möchte, muss einen Asylantrag in einem Mitgliedstaat der Dublin-III-VO gestellt haben.
  • Über diesen Asylantrag darf noch nicht entschieden worden sein.

Liegen diese Voraussetzungen vor, ist in einem nächsten Schritt zu klären, in welchem Verhältnis die asylsuchende Person (im Folgenden: nachziehende Person) zu dem Familienmitglied im anderen Mitgliedstaat (im Folgenden: Referenzperson) steht, mit dem sie eine Zusammenführung begehrt, und welchen Status im Verfahren bzw. welches Aufenthaltsrecht die Referenzperson in dem Mitgliedstaat hat. Anschließend ist die Zuständigkeit des Mitgliedstaats anhand der Kriterien der Dublin-III-VO zu prüfen.

Zur Klarstellung sei darauf hingewiesen, dass sich die vorliegenden Ausführungen nur auf die Konstellation beziehen, dass sich die Angehörigen, welche zusammengeführt werden möchten, in unterschiedlichen Mitgliedstaaten aufhalten.

Familiennachzug von Personen, die sich in einem EU-Staat oder einem anderen europäischen Staat befinden - Inhalt:

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